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Alexandra Knost

Alexandra Knost untersucht in abstrakten textilen Arbeiten, welche Spuren Begegnungen, Erfahrungen und Erinnerungen hinterlassen. Ihre Bildträger sind Stoffe, die bereits eine Geschichte haben: Bettwäsche, Tischdecken, Vorhänge, manchmal Kleidung. Viele dieser Stoffe sind sehr alt, manche sogar handgewebt. Stoffe, die über Generationen hinweg von Frauen weitergegeben und bewahrt worden sind.

Auf diesen Stoffen treffen fließende Farben auf Pastellkreide, Ölpastell und Buntstifte. Farbe zieht in die Fasern, verläuft, hinterlässt Ränder und Verdichtungen. Nach dem Trocknen folgen bewusste, kontrollierte Eingriffe. Mit von Hand gesetzten Stickereien verändert die Künstlerin die Oberfläche. Über Stunden, manchmal Tage hinweg entstehen Linien und Strukturen, die dem Verlauf der Farbe eine eigene Bewegung hinzufügen.

Ihre textilen Arbeiten entstehen im Kölner Atelier und auf Reisen, häufig unter freiem Himmel. Die Orte und Umstände ihrer Entstehung schreiben sich in die Stoffe ein: Abdrücke von Gras und Blüten bleiben zurück, auch Schmutz wird Teil des Bildes. In diesen sichtbaren Spuren verbinden sich die Geschichte des Materials und persönliche Erinnerungen, deren Bedeutung die Künstlerin in ihrer Arbeit erkundet.

Ihre abstrakten Arbeiten auf Papier entstehen als „Morning Pages“ in den frühen Morgenstunden. Mit Polychromos, Tusche und Aquarellstiften hält sie fest, was sie beschäftigt. An die Stelle von Tagebucheinträgen treten Farben, Linien und Flächen.

Alexandra Knost lebt und arbeitet in Köln. Ihr Atelier befindet sich in der Ateliergemeinschaft V11. Neben ihren textilen Unikaten und Arbeiten auf Papier umfasst ihre künstlerische Praxis auch Fine-Art-Prints.

zu den Werken